Verden. Ein Zweifamilienhaus ist am Mittwochabend in der Allerstraße nahezu vollständig ausgebrannt. Dabei entstand enormer Sachschaden, der von der Polizei auf rund 180.000 Euro beziffert wird. Die Bewohner befanden sich im Urlaub oder bei der Arbeit.

Ein Zweifamilienhaus ist in der Nacht zu Silvester nahezu vollständig ausgebrannt. (Foto: KFV/Klöpper)
Ein Passant hatte gegen 22.12 Uhr zunächst eine Rauchentwicklung bei der Leitstelle gemeldet, woraufhin der Disponent einen Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Verden alarmierte. Innerhalb weniger Minuten folgten weitere Notrufe, die auf einen größeren Brand schließen ließen. Noch während sich die Rettungskräfte auf der Anfahrt befanden, erhöhte der Disponent die Alarmstufe.
Tatsächlich wirkte die Situation beim Eintreffen der Feuerwehr dramatisch: Flammen loderten in einem Anbau, starker Rauch stieg aus dem Gebäude auf und fast zeitgleich zündete das Feuer durch. Offene Flammen schlugen plötzlich aus Dachstuhl und einem Fenster im Erdgeschoss. Einsatzleiter Peter Schmidt ließ die Alarmstufe sofort auf das Stichwort Brand 3 erhöhen.
Mehrere Atemschutztrupps gingen gleichzeitig im so genannten Innenangriff in das Gebäude vor. Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob sich möglicherweise Personen in dem Wohnhaus befinden. Die enorme Brandausbreitung, herabfallende Trümmer und Dachziegel sowie eine nicht mehr betretbare Treppe erschwerten den Einsatz enorm. Zeitgleich nahmen weitere Kräfte über eine Drehleiter einen Außenangriff von oben vor. Insgesamt kamen vier C-, ein B- und ein Wenderohr zum Einsatz. Auch aufgrund des hohen Bedarfes an Atemschutzgeräteträgern wurde die Ortsfeuerwehr Hönisch-Hutbergen nachalarmiert.
Nachdem das Feuer unter Kontrolle und die Nachlöscharbeiten weitgehend abgeschlossen waren, kontrollierten Kräfte der Feuerwehr Achim mit ihrer Wärmebildkamera die ausgebrannten Gebäudeteile. Versteckte Glutnester konnten jedoch nicht mehr aufgespürt werden.
Die Besatzung des Groß-Einsatzleitwagens des Landkreises brachte ein aufblasbares und beheiztes Zelt in Stellung, in dem sich die Einsatzkräfte bei Minusgraden mit – teils von Anwohnern gereichten warmen Getränken – aufwärmen konnten. Insgesamt waren rund 70 Kräfte mit 13 Fahrzeugen vor Ort, die ihren Einsatz gegen 2.30 Uhr beendeten.
Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes streuten die Einsatzstelle mit Streusalz ab, um eine Eisbildung von gefrierendem Löschwasser zu verhindern. Die Brandursache ist bislang ungeklärt.